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Gedächtnis einer Landschaft

‚Memories of a landscape’ ist ein Leitfaden für Nachhaltige Zerstörung. Damit wollen wir kulturhistorische Spuren in einer sich verändernden Landschaft (wieder) sichtbar machen. Kern des Konzepts ist es die Landschaft ihre eigene Geschichte erzählen zu lassen. Damit laden wir Besucher ein sich mit dem kulturhistorischen Erbe einer Gegend auseinanderzusetzen und zugleich einen Impuls für ihre biologische Vielfalt zu setzen.

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Die Realität

Wir passen uns an die Landschaften an in denen wir leben, aber mehr noch verändern wir diese Landschaften fortwährend und passen sie unseren Bedürfnissen an. So hinterlässt Kultur viele Spuren in der Natur. Diese Wechselwirkungen haben wir uns im Auftrag des Naturreservats ‚De Biesbosch’ in den Niederlanden in einer Gegend namens ‚Noordwaard’ genauer angeschaut. Als Überflutungsgebiet für den Rhein soll sie künftig jedes Jahr 100 Tage lang geflutet werden. Dafür jedoch sollen alle Gebäude entfernt werden. Nur so ist ein ungehinderter Durchfluss möglich. Diese Rückübereignung kultivierter Gebiete an die Natur lässt die Frage aufkommen: Wie können wir die Geschichte in unseren sich ständig verändernden Landschaften bewahren?

“Wir wollten einen Weg finden unser kulturhistorisches Erbe zu bewahren indem wir die Landschaft ihre eigene Geschichte erzählen lassen.”

Unser Ansatz

Antworten auf solche Fragen findet man nicht am Schreibtisch. Also sind wir in die Region gereist und haben vor Ort recherchiert, uns die Gegend von Förstern zeigen lassen und mit den Bewohnern der umliegenden Bauernhöfe und Gemeinden gesprochen.

Dabei konnten wir wertvolle Informationen sammeln, die uns dabei geholfen haben uns mit verschiedenen Folgefragen auseinanderzusetzen: Wie können wir die Wandelbarkeit der Landschaft für den Besucher sichtbar machen ohne einfach nur ein paar Schilder hinzustellen?’ oder ‚Wie regen wir die Besucher an sich mit der Landschaft zu beschäftigen und dabei die eigene Vorstellungskraft zu benutzen?’ Schließlich haben wir uns den Prozess der Zerstörung durch Überflutung noch genauer angeschaut. Wir wollten herausfinden welche Materialien erhalten bleiben und wie wir sie neu nutzen können. Besonders interessiert hat uns dabei wie wir die biologische Vielfalt der Region unterstützen und die Vegetation anregen können, die Überreste der Zerstörung zu nutzen.

“Nachhaltige Zerstörung macht kulturhistorische Spuren auf eine einzigartige Art und Weise sichtbar und setzt zugleich einen Impuls für die biologische Vielfalt einer Region.”

Unsere Lösung

 

Die Ergebnisse

Der Leitfaden ist bislang ein Konzept, das wir noch nicht in der Praxis überprüfen konnten. Aus finanziellen Gründen wurde das Projekt von ‚De Biesbosch’ nicht weiterverfolgt, trotz ernsthaften Engagements von vielen Seiten. Eine Rolle spielte dabei auch, dass herkömmliche Zerstörungsprozesse schlicht leichter umzusetzen sind als nachhaltige Zerstörung und Erhaltung. Der Leitfaden lässt sich aber auf andere Landschaften und leerstehende Flächen übertragen. Ergänzt wird er durch einige Empfehlungen wie mit einschneidenden Veränderungen in kulturhistorisch geprägten Landschaften umgegangen werden kann. So soll das kulturhistorische Gedächtnis einer Landschaft auch für kommende Generationen bewahrt werden.

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